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Heizlast aus Verbrauch

Wie groß muss die neue Heizung sein?

Eine erste Orientierung zur Heizlast eines Mehrfamilienhauses – aus dem tatsächlichen Jahresverbrauch. Sie ist die Grundlage, um eine neue Heizung (Wärmepumpe, Fernwärme, Pellets) richtig zu dimensionieren, vorhandene Angebote einzuordnen und überdimensionierte Technik zu vermeiden. Die normgerechte Heizlast nach DIN EN 12831 rechnet unser Ingenieurteam.

Gebäude

Für die Heizlast je Wohneinheit.

Verbrauch & Erzeuger

Gesamtverbrauch des Gebäudes (kWh – bei Erdgas von der Rechnung, nicht m³). Am besten den Schnitt aus 2–3 Jahren nehmen: ein einzelner milder oder kalter Winter verzerrt das Ergebnis.
Nutzungsgrad des alten Erzeugers: je älter, desto höher die Verluste. Aus dem Verbrauch wird so die tatsächlich gelieferte Wärme geschätzt.

Warmwasser

Personen im Gebäude gesamt – für den Warmwasser-Abzug (~700 kWh/Person·Jahr).
Annahmen anpassen (optional)
Rechenwert, typisch 1.800–2.200 h. Niedriger = ungedämmter Altbau (höhere Spitzenlast), höher = gut gedämmt. Im Zweifel den Vorgabewert lassen.
Erforderliche Heizleistung
≈ 47,5 kW für den Erzeuger

Herleitung Gebäudeheizlast

Verbrauch (Endenergie)120.000 kWh
gelieferte Wärme (Nutzungsgrad 87 %)104.400 kWh
abzgl. Warmwasser– 11.200 kWh
angesetzte Volllaststunden2.100 h
= Gebäudeheizlast44,4 kW

Auslegung Wärmeerzeuger

Gebäudeheizlast44,4 kW
+ Warmwasser-Zuschlag+ 3,2 kW
= erforderliche Heizleistung≈ 47,5 kW

Bei Mehrfamilienhäusern wird die Leistung oft über eine Kaskade mehrerer Wärmepumpen oder eine zentrale Anlage bereitgestellt. Gleichzeitigkeit und Warmwasserbereitung beeinflussen die Auslegung.

Passt eine Wärmepumpe? → Eignungs-Check

Förderung schätzen →

Unverbindliche Orientierung nach dem Verbrauchsverfahren. Die tatsächliche Heizlast hängt vom Gebäudezustand, Standort und Nutzerverhalten ab und kann abweichen – maßgeblich ist die normgerechte Berechnung nach DIN EN 12831 durch unser Ingenieurteam. Umrechnung: Heizöl ~10 kWh/Liter, Pellets ~4,8 kWh/kg.

Hintergrund

Heizlast – die Grundlage jeder Heizungsauslegung.

Die Heizlast beschreibt, wie viel Wärmeleistung ein Gebäude am kältesten Tag benötigt, damit alle Räume ihre Solltemperatur halten. Sie ist die zentrale Größe für die Auslegung des Wärmeerzeugers – insbesondere bei Wärmepumpen, deren Effizienz und Lebensdauer stark von der passenden Dimensionierung abhängen.

Eine erste Orientierung liefert der Jahresverbrauch: Aus den verbrauchten Kilowattstunden Gas oder Öl lässt sich die Heizlast überschlägig ableiten – dieser Weg ist deutlich verlässlicher als Pauschalwerte je Quadratmeter, weil er das reale Nutzerverhalten und den tatsächlichen Gebäudezustand einschließt.

Für die Ausführungsplanung ersetzt das die normgerechte Berechnung nicht: Die raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 ist Voraussetzung für die BEG-Förderung, bestimmt die Auslegung jedes einzelnen Heizkörpers und verhindert die verbreitete Überdimensionierung, die bei Wärmepumpen zu ineffizientem Takten führt.